Kreativität im Brückenbau

Wie wird eigentlich eine möglichst stabile Brücke gebaut? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Montag eine 6. Klasse im ROYOUTH Center in Lingen. Die 22 Schülerinnen und Schüler bekamen zunächst eine kurze Präsentation zum Thema „Brückenbau“. Gemeinsam beantworteten wir die Fragen: Was bedeutet eigentlich stark? Wer ist stark? Und was hat Kraft mit Stärke zu tun?

Nach dieser kurzen Einführung durften sich die Mädchen und Jungen in Zweierteams an die Arbeit machen. Zunächst wurde aus Pappkartons ein genormtes Tal gebaut und anschließend hatten sie die Aufgabe, über dieses Tal eine möglichst stabile Brücke zu bauen. Dabei gab es ein paar kurze Regeln: Ein Schiff musste unter der Brücke durchfahren und ein LKW mit Gewichten diese überqueren können. Außerdem sollte am Ende das Brückengewicht in Relation zu ihrer Tragkraft gesetzt werden. Es galt also möglichst wenig und leichtes Material zu verwenden.
Schnell hatten die Mädchen und Jungen viele kreative Ideen. Aus Papier, Styrodur, Eisstielen, Strohalmen und Zahnstochern entstanden die unterschiedlichsten Kreationen, bei denen jedoch zunächst ein Problem bewältigt werden musste: Das Schiff passte nicht durch das Tal, sodass jede Brücke einen kleinen Bogen beschreiben musste. Einige Gruppen lösten das Problem mit Hilfe einer Zugbrücken-konstruktion, bei denen der Straßenbelag an Seilen hochgezogen werden konnte.

Am Ende des Vormittags waren elf unterschiedliche Brücken entstanden, die alle den genannten Regeln entsprachen. Wir ermittelten gemeinsam das jeweilige Gewicht der Brücke und probierten aus, wie viel Gewicht sie tragen konnten. Die effizienteste Brücke trug am Ende des Tages das 12-fache ihres Eigengewichtes. Alle Schülerinnen und Schüler können stolz auf ihre Ergebnisse sein.